Warum müssen wir immer über irgendwelchen Blödsinn plappern? Damit wir uns wohl fühlen? Man weiss immer das man jemand besonderses gefunden hat, wenn man einfach mal für 'n Augenblick die Schnauze halten und zusammen schweigen kann.
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Denn sie wusste nicht was sie tut

Ich bin einfach herum geirrt. Auf der Suche nach gar nichts.
Es war nur mein Atem und ich.
Beim Herumirren hat man kein Ziel vor Augen, die Bank stellt auf einmal das da was man sich ersehnt hat. Ein Platz zum Ausruhen.
Mein Blick fokusierte das Nichts, was kurz über der nebligen Stadt lag, es war dieser Zoom-Effekt: das Innere wird nach hinten und das Äußere nach Vorne verschoben.
Ab dann verlor ich das Gefühl für mich, ich wusste nicht mehr wer ich war.
Ich nahm alles wahr, aber an nichts teil.
Es war scheiß kalt. Beängstigend fest zu stellen, dass du jemand bist, du als Individuum, du- und niemand anderes.
Ganz allein nur jetzt in diesem Moment und du kannst tun was du willst. Ich bin hier oben der selbe der ich unten bin, Ich bin immer die gleiche Person. Eine Person die auf sich allein gestellt ist.
Und das fühlte ich nicht körperlich. Es war keine Einsamkeit, kein Mangel an Nähe, Wärme, ich fühlte es als Befremdung, eine fremde Instanz zog mich, durch die ich mich parallel von der anderen Seite der Welt betrachten konnte. Ich kann es nicht bestimmen, weder mit Bildern zeigen noch mit den schönsten Worten umschreiben. Ich sah mich als Ich. Extrakorporal.
Mein Blick normalisierte sich... ich wartete auf einen Anruf, ein Zeichen, das mich aus dieser Identifikations-scheiße herauskatapultierte, mich in irgendein Geschehen versetzte in dem ich Irgendwer sein konnte, nur nicht Ich, dieser Jemand der mit sich nichts mehr anzufangen weiß.
Ich hätte den selben Weg zurückgehen können, alles zurücklaufen lassen um so zu tun als hätte es nie stattgefunden. Aber ich blieb wie festgefroren sitzen und zitterte, rauchte, fokusierte...der Zoom-Effekt kam nicht zurück. Ich hatte mich mit mir abzufinden. Mit diesem Ich bin Ich. Für immer.
In meinem Kopf legte ich mir Sätze zu recht wie ich jemandem hätte erklären können was mir passiert war, es klappte nicht. Alles wirkte plump oder komplett verstört. Jedes Wort falsch gewählt.
Ich wollte wieder jemand sein, der sich gewöhnlich mit unbedeutenden Dingen beschäftigt, ich sehnte mich so sehr nach einem Tag der ganz alltäglich und routiniert ablief.
Ich hatte Panik vor weiteren Situationen wie diesen.

Dann war der Stift leer...
8.11.06 17:27


Living is easy with eyes closed...

Stell dir vor du lebst in einem Traum. Du willst die Augen nicht öffnen weil du ängstlich bist dass der Traum vergeht,
also lässt du sie so lange geschlossen bis du es kaum mehr aushälst, du musst es jetzt sofort sehen, das Glück, das dir der Traum beschert, du musst den Traum sehen können.
Bisher ahnst du nur, dass er da ist, jetzt willst du dich aber endlich von ihm überzeugen... Monate lang konntest du den Traum nicht erfassen, du hast ihn gespürt, aber er war nicht greifbar.
Immer wenn du ihn versucht hast zu erwischen, flutschte er dir wie ein nasses Seifenstück aus der Hand. Die Gefahr bestand, dass du zu oft versuchst ihn zu ergreifen, er hätte sich auflösen können...irgendwann hast du es also bleiben lassen und ließest den Traum einfach Traum sein. Mit geschlossenen Augen war es ganz einfach sich vorzustellen, dass du in ihm lebst, und dass er da bleibt, für immer. Die Angst hattest du trotz allem nicht im Zaum, sie riss an deinen Augenlidern und zwang dich der Wahrheit ins blutige Auge zu blicken. Klar dass du dich dem nicht widersetzen konntest und immer wieder blinzelste, in der Hoffnung den Traum in seiner vollkommenen Pracht zu entdecken. Das Ziel, das versprochene Land,.. du wärst angekommen.

Nachdem du die Augen aufgeschlagen hattest, war alles hohl, dunkel und leer. Es war die Erklärung, ein Eid auf den Tod des Traums, ein Todesmarsch für den Traum... A Requiem for a dream... Du warst der Mörder und das Opfer zugleich.
Die Angst hat dich nur in die Falle gelockt, ihr konntest du die Schuld nicht geben. Dass du die Augen tatsächlich geöffnet hast, hat dich umgebracht, denn dein Traum ist tod und du stirbst mit ihm. Er war deine Welt, er hat dich gehalten, er täuschte deine Sinne und dennoch brachte er dir das Glück.
Dein Leben war ein Traum, dein Traum eine Vision und all das nur eine Utopie.
Die Zukunft ist tot.


Stell dir vor du lebst in einem Traum...
14.11.06 12:51


nightmare
nightmare
nightmare
nightmare
nightmare
nightmare
nightmare
nightmare
nightmare
nightmare
...
nichtsmehr
20.11.06 00:16


Medication

So I've blown my mind to make it lazy
Those long, long days with no escaping
20.11.06 17:33


cant anybody see I've got a war to fight

ich komm da heute nicht mehr hin
und ich hasse es, ich habe eine nackte schüchterne wut

weisst du, wenn ich kurz vorm durchdrehen bin dann sehe ich mich immer
in einer riesigen stadt irgendwo auf einer belebten straße stehen, ich sehe von oben
auf mich runter. die stadt lebt, sie pulsiert, alle sind verrückt und zufrieden
und ich wünsch mir dann immer dass ich ein teil davon sein kann.

Flucht.

okay es ist alles fremd und ungewiss hier, aber es hat so einen dreckigen flair,
der mich anzieht. wer amsterdam mal gerochen hat kann vielleicht ahnen wovon ich hier rede.
30.11.06 12:36


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