Warum müssen wir immer über irgendwelchen Blödsinn plappern? Damit wir uns wohl fühlen? Man weiss immer das man jemand besonderses gefunden hat, wenn man einfach mal für 'n Augenblick die Schnauze halten und zusammen schweigen kann.
  Startseite
  Archiv
 
  Gästebuch
  Kontakt
 


 
Links
   Lichtbilder

http://myblog.de/brutzl

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
der kleine mann und die schädeldecke

...es war schon immer so, dass ich besser schreiben konnte wenn eine wuterfüllte leere in mir juckt. also kratze ich mich, ich kratze bis die glut zu wasser wird und sie herunter perlt, als tropfen zu zeilen metamorphiert.
und jetzt aber scheint die sonne schon seit tagen, irgendwas hat sie festgebrannt. dich. dieses ding steht im schatten und schreit: tank mich auf!
als antwort gebe ich keine antwort denn alles wiederholt sich mit jeder sonnenstunde, sie kreist um dich und nur du musst dich trauen.
ich tank dich auf! wieso lässt du mich nicht?

ich muss weg, wie gesagt bei sonne kann ich schlecht schreiben und da hämmert schon der kleine mann in meinem kopf -baaam baaam- er flüstert: "irgendwann wirst du sie alle kriegen".
5.5.06 17:24


I wanna go so far away


heute morgen habe ich die taschentücher gezählt die meine nacht zu einem unberechenbaren wachtrauma machten. 13 an der zahl. ich bin nicht in die schule und habe mich wieder ins bett gelegt und ja, auf einmal konnte ich schlafen -mit der intensität eines fiebertraumes.
ich war auf der flucht, vor was keine ahnung, hauptsache ich rannte und wusste dass ich es tun musste. mit jedem schritt wurde jeder ast im wald zu einem vollständigen bild der brutalität mit der ich zu kämpfen hatte. keine
person, kein tier, war anzeichen für das existieren dieser brutalität.
ich musste kämpfen, rennen, aufpassen, eigentlich alles aus angst.
ich kann mich an nichts erinnern, was passierte, wie ich zu diesem strand kam, warum ich auf das gerüst stieg, warum mich der kleine junge mit seinen fletschenden zähnen und seinen huschenden bewegungen so schnell wie möglich wegschaffen wollte. das gerüst ähnelte einem riesigen abenteuerspielplatz, mit vielen seilen, ketten, brücken und hohen balken auf denen dieses terror-kind tänzelte. irgendwie war ich bereit es zu töten, es hasste mich, also hasste ich es noch viel mehr. es hatte dieses wesen einer untoten puppe, die kranke fantasielose schöpfung eines unpopulären horror-autors, dandy-das killer kind, so oder ähnlich. der spielplatz-krieg zog sich eine ewigkeit hin, ich hätte klinisch tod sei müssen. wie immer im traum zu schwach und halt alles puddingmasse.
so- und dann kam die bedeutende szene, die sich mir als frage ins hirn brannte: wieso riss ich dandy ein stück der backe raus? ich hatte alles versucht, geboxt, getreten, seine arme gebrochen und wahrscheinlich war die backe die einzig unberührte stelle an ihm, ich biß so fest ich konnte und sehe jetzt noch das blutige fleischstück vor mir herumspringen, scheiße das war doch alles real...? ich glaube ich habe ihn dann umgebracht. egal, das mit der backe hat ihn jednfalls nicht stark beeindruckt. mich schon. hab mir echt oft gedanken darüber gemacht ob ich so fest zubeißen kann.
es folgten noch einige szenen, eingesperrt und von polizisten verarscht, gepeinigt, verfolgt, auf dem wasser, im kofferraum
...irgendwann bemerkte ich es wird ewig so weitergehen, niemand wird mir glauben, niemand wird mich rausholen. in meinem traum schreie ich jetzt noch. in der parallelen wirklichkeit beobachte ich mich noch immer beim lautlosen schreien. und in der jetztigen scheinwelt tu ich so als wäre das schreien im schlafenden traum gefangen.

und nun, back ein ei auf meiner stirn
8.5.06 16:23


from old to the new

Ich versprech's dir, ich will mich bessern...will nicht mehr ein bisschen Übel, das uns das schicksal vorlegt, wiederkäuen, wie ich's immer getan habe; ich will das Gegenwärtige geniessen und das Vergangene soll mir vergangen sein. (werther)
15.5.06 20:40


thick skin

Ich bin so traurig über mich und die Welt hinaus
weil du es bist der trauert, bin ich es auch.
Ich bin traurig über mich und die Welt hinaus,
weil du es bist der trauert und ich es nicht schaffe dir abzunehmen was du nicht verdient hast. Ich kann nicht zu dir und ich kann dich nicht stärken, unsere angst ist so groß, aber unsere Kraft auf einmal auch. Du musst sehen, du wirst es schaffen, und du siehst wie bedeutend die welt und das kleine leben ist und wie unwichtig alles andere worüber wir uns sonst beschweren; du musst sehen, wie du dich an deinem leben zu halten versuchst und du siehst wie ich versuche dich daran zu halten; du musst sehen, dass das leben entkräftet, mit krankheit bist du nur ein zerbrechliches Kokon, und du sahst dich schwächer, als du dich vom leben trennen wolltest, du musst genau hin sehen, schau genau hin, damit du siehst wie stark du bist!!

So oft hat es geregnet
jede Wunde ist geheilt
das Wasser hat sie ausgespült
und in Millionen Richtungen verteilt
Erinnerungen an die Vergangenheit
an jede Kleinigkeit
sind verankert mit der Zeit
sind wie Wurzeln in der Erde
aus denen neues werde...
22.5.06 14:56





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung